Maca chemisch: die Inhaltsstoffe.

Maca ist kein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel. Das bestätigt auch die FAO, die Welternährungsorganisation der UNO, die getrocknetes Maca auf eine Stufe mit Mais, Reis und Getreide und über die Kartoffel stellt.
Und doch hat die Knolle, die zu einem großen Teil aus Kohlenhydraten (60 bis 75 %), aus Eiweiß (9 - 14%), Fasern (8-9 %) und aus Lipiden (2%) besteht, geradezu medizinische Wirkung.
Denn die Kohlenhydrate setzen sich wiederum zum Großteil aus den Aminosäuren Arginine und Lysin zusammen, die bei Männern wie auch bei Frauen die Fruchtbarkeit regulieren und bei mangelnder Libido helfen und die Lust auf Sex steigern.

Beim Mann bestehen die Geschlechtszellen zum Großteil aus Arginine, deren Depot durch Maca aufgefüllt wird. Zudem enthält Maca jene Fructose, die die Spermatoziden mit Energie versorgen.
Lysin hingegen hilft der Frau bei Fruchtbarkeitsproblemen aber auch bei Beschwerden in den Wechseljahren. Besonders auffällig bei der Pflanze, die auf kalkreichen Böden wächst, ist ihr hoher Mineralanteil von Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Sie beinhaltet aber auch Spuren von Jod, Mangan, Zink, Kupfer und Natrium.

Eine exakte Untersuchung der Inhaltsstoffe hat Maria Yllesca in ihrer Doktorarbeit vorgenommen, die sie 1994 unter dem Titel "Vergleichende chemische und phytochemische Untersuchung von drei Ökotypen der Lepitium meyenii Walp, "Maca", aus dem Gebiet von Carhuamayo (Junin)" an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos (Peru) eingereicht hat.

Maca enthält demnach je nach Ernte und Farbe der Wurzel folgende Bestandteile:

  • Feuchtigkeit: 9,71 – 10,47 %
  • Eiweiß gesamt: 16,31 – 17,99 g
  • Fett: 0,82 – 0,91 g
  • Faser: 4,95 – 5,30 %
  • Asche: 3,49 – 3,68 %
  • Kohlenhydrate: 62,69 – 63,82 g
  • Stickstoff gesamt: 2,42 – 2,87 g
  • Stickstoff nicht eiweißartig: 1,16 – 1,55 g
  • Reines Eiweiß: 7,7 – 9,27 g
  • Stärke: 37,52 – 38,18 g
  • Direkt reduzierender löslicher Zucker: 6,03 – 7,02 g
  • Indirekt reduzierender löslicher Zucker: 16,52 – 17,26 g

VITAMINE

  • Niacin: 37,27 – 43,03 g
  • Ascorbinsäure: 2,05 – 3,52 g
  • Riboflavin: 0,50 – 0,76 g
  • Thiamin: 0,42 – 0,52 g

MINERALSSALZE

  • Kalium: 1000 – 1160 g
  • Natrium: 20 – 40 g
  • Magnesium: 70 – 80 g
  • Kalzium: 190 – 240 g
  • Phosphor: 280 – 320 g

SPURENELEMENTE

  • Kupfer: 6 – 8 g
  • Zink: 30 – 32 g
  • Mangan: 20 – 22 g
  • Eisen: 62 – 86 g
  • Bor: 12 – 26 g

AMINOSÄUREN

  • Glutaminsäure: 156,5 mg
  • Arginin: 99,4 mg
  • Aspartsäure: 91,0 mg
  • Leucin: 91,0 mg
  • Valin: 79,3 mg
  • Glycin: 68,3 mg
  • Alanin: 63,3 mg
  • Phenylalanin: 55,3 mg
  • Lisin: 54,5 mg
  • Serin: 50,4 mg
  • Isoleucin: 47,4mg
  • Treonin: 33,1 mg
  • Tirosin: 30,6 mg
  • Methionin: 28,0 mg
  • HO-Prolin: 26,0 mg
  • Histidin: 21,9 mg
  • Sarcosin: 0,7 mg
  • Prolin: 0,5 mg
  • Cistein, Triptophan wurden nicht festgestellt


In ihrer Dissertation an der Fakultät für Pharmazie und Biochemie der Universidad Nacional Mayor de San Marcos weist Maria Yllesca 1994 nach, dass Maca auf Grund des Fruktosegehalts "zur Bekämpfung der Müdigkeit und auch für die Ausdauer bei Sportlern empfohlen" wird.

Generell wird Maca auf Grund seiner Fruktose- und Glukoseeinheiten als "energetisch hochwertiges Lebensmittel" bezeichnet.

Höher als beim meisten Wurzelgemüse sind auch die Proteinwerte:
Maca enthält 42,19 %; Kartoffel 1,9%; Karotte 8,8 %.

Dadurch wird Maca als "proteinisch wertvolle Wurzel" eingestuft. Der Fettgehalt hingegen ist gering und die Faserstoffe sind in größeren Mengen als bei anderen Pflanzen enthalten. Durch das Vorkommen praktisch aller essentiellen Aminosäuren - ausgenommen ist nur Triptophan - ist Maca "äußerst wertvoll".
Auch noch interessant ist Maca hinsichtlich des Mineralgehalts: Dieser liegt drei Mal so hoch wie in der Kartoffel.

Zusammenfassen kann man die Untersuchungen der Nährstoffchemie mit dem Satz:

Maca ist eine Wurzel, deren Protein-, Eisen und Kalziumgehalt viel höher liegt als bei anderen Wurzeln.

Wichtig ist auch: In Untersuchungen, die den Kalzium-, Phosphor-, Eisen-, Magnesium-, Kalium- und Zinkgehalt in frischem Maca und in seiner pulverisierten Form erhoben haben, wurde – so Maria Yllesca - kein "bedeutender Unterschied" festgestellt.